Autor: Redaktion

Frauen*tag 2017

Ich mag es nicht, wenn das Leute als „Ostalgie“ abstempeln. Ich ärgere mich darüber, wenn Frauen kein Bewusstsein für den Tag haben und ihn ablehnen oder als DDR-Muttertag bezeichnen.
Deswegen habe ich gestern verschiedene Frauen aus meinem Umfeld dazu befragt.

Ein Fünkchen Radio 100 funkt weiter

Kommentar von Jenz Steiner

Berlins erstes Privatradio war linksalternativ. Radio 100 wird zum 30. Geburtstag auf ganz verschiedene Arten gedacht. Artikel, Sendungen, Veranstaltungsreihen, eine Website und sogar eine temporäre Wiederauferstehung des Senders am 4. März auf der Berliner Frequenz 88vier spiegeln ein Hörfunkprogramm, das in den späten Achtzigern und in der Wendezeit die bunten Seiten der geteilten Stadt verkörpert hat. Nicht nur politisch Aktive, freie Kunstschaffende, Lesben und Schwule aus Westberlin kamen hier zu Wort, auch die DDR-Opposition hatte mit dem Sendefenster für „Radio Glasnost“ hier eine Stimme. Das alles ist Rundfunkgeschichte.

„Ich wollte schick im Westen ankommen.“

„Der Ost-Komplex“ Dokumentarfilm von Jochen Hick, 2016

Von Angelika Nguyen

In seinen Lieblingssachen habe er sich damals auf den Weg gemacht, erzählt Mario Röllig (Jahrgang 1967), auf die Flucht über die ungarisch-jugoslawische Grenze, 20jährig: mit pinken Socken, schwarzen Lackschuhen, Karo-Jeans. „Warum denn das?“ fragt Hick verwundert. „Na, ich wollte schick im Westen ankommen, nicht so räudig.“ lautet die Antwort.

Bemerkungen zum Umgang von Robert Ide mit dem ‚Fall Holm‘ im Tagesspiegel

Von Ulf Kadritzke

Im Gegensatz zu der um Differenzierung bemühten Berichterstattung im Wissenschaftsteil des Tagesspiegels und zu dem politisch wie menschlich einfühlsamen „Einspruch“ von David Ensikat (vom 21. Dezember 2016) hat Robert Ide über den ‚Fall Holm‘ auf eine Weise und in einer Sprache geschrieben, die den Tagesspiegel nicht nur – was kaum verwundert – politisch eindeutig ausweist, sondern auch journalistisch beschädigt.

Das ist eine unlautere Debatte

„Durch seinen eigenen sehr offensiven Umgang mit diesem Lebensabschnitt nach seiner U-Haft 2007 halte ich die heutige Debatte erst recht für völlig verquer. Die Uni als sein Arbeitgeber hatte ab da einen vollen Überblick und hat nicht reagiert“

Ein Gespräch mit dem Dresdner Stasi-Auflöser Wolfhard Pröhl

Offene Diskussion statt Schmutzkampagne

Wir schreiben diesen offenen Brief als aktuelle und ehemalige Redakteure der Zeitschrift „telegraph“, in der Andrej Holm von 1998 bis 2001 mitarbeitete. Der „telegraph“ ist eine Zeitschrift, die ihren Ursprung in der DDR-Opposition der 1980er Jahre hat. Sie entstand 1989 aus den „Umweltblättern“ und war Teil der basisdemokratischen Friedens-, Umwelt- und Dritte-Welt-Bewegung der DDR. Einige von uns haben die unangenehme „Bekanntschaft“ mit dem Repressionsapparat der DDR gemacht, saßen in Haft.   Trotz dieser Vergangenheit distanzieren wir uns auf das Schärfste von der aktuellen Schmutzkampagne gegen Andrej Holm. Wir haben über lange Jahre mit Andrej zusammengearbeitet. Er ist dabei uns und anderen gegenüber offen mit seiner Biographie umgegangen. Wir wussten, dass er bei der Stasi tätig war. Andrej machte aus dieser Tatsache nie ein Geheimnis, er redete mit jedem darüber, der es wissen wollte, wie es zu dieser Verfehlung kam und was er jetzt darüber denkt. Später, im Zusammenhang mit dem gegen ihn angestrengten Ermittlungsverfahren, machte er seine persönliche Geschichte in einer Tageszeitung öffentlich.   Damit hat Andrej genau das getan, was weite Teile der ehemaligen …

„Ich, Daniel Blake“ Regie Ken Loach, GB, 2016

Kleiner Mann was nun?

„Ich, Daniel Blake“ Regie Ken Loach, GB, 2016

Von Angelika Nguyen

Wer ist Daniel Blake? Daniel Blake, um die 50, von Beruf Tischler, ist ein freundlicher, aufmerksamer, hilfsbereiter Mann aus Newcastle.