Alle Artikel in: Osten

Karl-Marx-Stadt

Liebe westdeutsche Freund/innen,

Der Osten ist auch 30 Jahre nach dem Ende der DDR anders geblieben, als ihr Euch das vorstellt. Es ist Zeit, jenseits der Medienkonjunktur der Frage: „Was ist da im Osten los?“ zu verstehen, was hier passiert. Chemnitz war für die vereinigte Rechte der Vorschein eines rechten Umsturzes, der aus dem Osten kommen soll.  Daraus gilt es zu lernen.

Von David Begrich

Stasischuld und Sühne

„Gundermann“, Spielfilm, Dt.2018, Regie: Andreas Dresen

Von Angelika Nguyen

Die erste Szene spielt 1992. Gundermann sitzt im Wohnzimmer und singt das anrührende Lied von Vater und Mutter und Zuckerbrot, dazu Gitarre. Es ist ein Vorsingen, Gundermann sucht eine neue Band, fünf Leute hören ihm zu, wie er über seine Kindheit singt, seine Ost-Kindheit.

Antifaaktion Ostberlin Alex Anfang 1990

„Die Gewalt kam zu uns und nicht wir zu ihr!“

Eine Rezension zum Buch 30 Jahre Antifa in Ostdeutschland

von Michael Wuttke vorab aus telegraph #133/134

Das vorliegende Buch „30 Jahre Antifa in Ostdeutschland“ ist der Versuch, eine Lücke in der Geschichtsschreibung über den Antifaschismus in Deutschland nach 1945 zu schließen. Die Herausgeber/innen des Buches bemühen sich dabei mit insgesamt elf Beiträgen die Entwicklung speziell in Ostdeutschland in den letzten 30 Jahren zu beschreiben.

Michael Schröter: Mäcke Häring - Der falsche Eckensteher

„Mäcke Häring“ Eine Graphic Novel-Kriminalserie aus Berlin

eine Rezension von Jenz Steiner

Michael Schröter aus Berlin Prenzlauer Berg gehörte einst zu den Zeichnern des „Mosaik“. Mit „Mäcke Häring“, einer Graphic Novel-Kriminalserie bedient er seit sechs Jahren die Ästhetik der DDR-Kultzeitschrift. Viel spannender ist jedoch der gut recherchierte Einblick in das Berliner Kulturleben der Zwanziger Jahre mit den frühen Vorboten des aufkommenden Faschismus in Deutschland. Jenz Steiner hat sich Schröters aktuelle Veröffentlichung „Der Falsche Eckensteher“ genauer angesehen.

100 Jahre Roter Oktober

Räte und Versammlungen in der russischen Revolution

Von Hauke Brenner vorab aus telegraph #133/134

Wenn wir uns die Geschichte der Aufstände, Revolten und Revolutionen im 20. Jahrhundert in Europa anschauen, fällt eine Besonderheit auf: In Petersburg 1905, Russland 1917, in der Novemberrevolution in Deutschland, der Bremer und Münchner Räterepublik, der ungarischen Revolution 1919, Katalonien 1936, Ungarn 1956, Portugal 1974, Polen 1980 – überall organisierten die revoltierenden Massen sich spontan in räte-ähnlichen Organisationsstrukturen.