Alle Artikel in: Osten

Antifaaktion Ostberlin Alex Anfang 1990

„Die Gewalt kam zu uns und nicht wir zu ihr!“

Eine Rezension zum Buch 30 Jahre Antifa in Ostdeutschland

von Michael Wuttke vorab aus telegraph #133/134

Das vorliegende Buch „30 Jahre Antifa in Ostdeutschland“ ist der Versuch, eine Lücke in der Geschichtsschreibung über den Antifaschismus in Deutschland nach 1945 zu schließen. Die Herausgeber/innen des Buches bemühen sich dabei mit insgesamt elf Beiträgen die Entwicklung speziell in Ostdeutschland in den letzten 30 Jahren zu beschreiben.

Michael Schröter: Mäcke Häring - Der falsche Eckensteher

„Mäcke Häring“ Eine Graphic Novel-Kriminalserie aus Berlin

eine Rezension von Jenz Steiner

Michael Schröter aus Berlin Prenzlauer Berg gehörte einst zu den Zeichnern des „Mosaik“. Mit „Mäcke Häring“, einer Graphic Novel-Kriminalserie bedient er seit sechs Jahren die Ästhetik der DDR-Kultzeitschrift. Viel spannender ist jedoch der gut recherchierte Einblick in das Berliner Kulturleben der Zwanziger Jahre mit den frühen Vorboten des aufkommenden Faschismus in Deutschland. Jenz Steiner hat sich Schröters aktuelle Veröffentlichung „Der Falsche Eckensteher“ genauer angesehen.

100 Jahre Roter Oktober

Räte und Versammlungen in der russischen Revolution

Von Hauke Brenner vorab aus telegraph #133/134

Wenn wir uns die Geschichte der Aufstände, Revolten und Revolutionen im 20. Jahrhundert in Europa anschauen, fällt eine Besonderheit auf: In Petersburg 1905, Russland 1917, in der Novemberrevolution in Deutschland, der Bremer und Münchner Räterepublik, der ungarischen Revolution 1919, Katalonien 1936, Ungarn 1956, Portugal 1974, Polen 1980 – überall organisierten die revoltierenden Massen sich spontan in räte-ähnlichen Organisationsstrukturen.

TAGUNG AM 1. UND 2. DEZEMBER 2017 IN POTSDAM

RÜCKBLICKE, GEGENWART UND DISKUSSION

Die Zeitschrift telegraph unterstützt antifaschistische Tagung in Potsdam. Am 1. und 2. Dezember 2017 wird in Potsdam auf „30 Jahre Antifa in Ostdeutschland“ zurückgeblickt. Drei Jahrzehnte nach dem Angriff von Neonazis auf ein Punk-Konzert in der Berliner Zionskirche und der anschließenden Gründung der ersten unabhängigen Antifa-Gruppen in der DDR will die Tagung Brücken zwischen den verschiedenen Generationen von Zeitzeug*innen, politischen Aktivist*innen und gesellschafskritischen Wissenschaftler*innen schlagen. Und zwar mit dem Ziel, sowohl über die eigene Bewegungsgeschichte zu diskutiert als auch verloren gegangenes Wissen für die Gegenwart nutzbar zu machen. Auf dem Programm stehen Themen wie Neonazis und Rassismus in der DDR und Gegenwart, das pannungsfeld von militanter Selbstverteidigung und staatlicher Repression sowie die Bedeutung von Subkulturen und besetzten Häusern als antifaschistische Orte damals und heute. Außerdem ein Rückblick auf die Pogrome von Hoyerswerda 1991 bis Heidenau 2015, der Antifa- und Antira-Widerstand dagegen und das Gedenken danach. Weiterhin fragen wir, welche Anlässe Aktivist*innen hatten und haben, sich politisch zu engagieren und nach dem Verhältnis von Antifa in Ost-West und Stadt-Land. Das Auftaktpodium beginnt am 1. Dezember 2017, …