Flaschenpost aus den 80igern
„Der Funktionär“ Dt. 2019, Buch und Regie: Andreas Goldstein
Von Angelika Nguyen
„Der Funktionär“ Dt. 2019, Buch und Regie: Andreas Goldstein
Von Angelika Nguyen
In Stuttgart wird Afrika gesucht, in Tübingen die Ausstellung »Congo Stars« präsentiert
Von Jürgen Schneider
„Beale Street“ , USA 2019, Buch und Regie: Barry Jenkins
Von Angelika Nguyen
Gleich im Vorspann zitiert der Film die Sätze von James Baldwin, die er 1974 seinem Roman „If Beale Street Could Talk“ (deutscher Verlagstitel: Beale Street Blues) voranstellte: „Jeder schwarze Mensch, der in Amerika geboren wurde, ist in der Beale Street geboren…
„Adam und Evelyn
Von Angelika Nguyen
Wohl noch nie ist das DDR-Gefühl der letzten Jahre atmosphärisch so treffend eingefangen worden. Vielleicht wird jetzt erst, nach 30 Jahren, dieser Blick zurück möglich, mit dem Wissen von heute.
Wer sich umsieht, dem wird mulmig. Die gute Stimmung ist verflogen. Das „Ende der Geschichte“ liegt lange zurück. Selbst die standhaftesten Apologeten von Fukuyamas These des Verschwindens der weltpolitischen Widersprüche nach dem Zusammenbruch des „Realsozialismus“ anerkennen inzwischen die zentrifugalen Kräfte des obsiegenden Weltkapitalismus. Die Geschichte fängt gerade erst richtig an…
„Jupiter’s Moon“, Ungarn 2018, Regie: Kornél Mundruczó
Von Angelika Nguyen
Am Anfang: das Innere eines Fluchtwagens. Menschen werden mit einer bewegten, dokumentarisch anmutenden Kamera abgefilmt, Männer, Frauen, bei Kindern schwenkt der Kamerablick nach unten.
„Werk ohne Autor“
Dt. 2018, Buch und Regie: Florian Henckel von Donnersmarck
Tom Schilling sitzt in einem Baum. In einem Riesenbaum auf einer Riesenwiese. Da kommt Wind auf, zieht durch die tausendfach wogenden Halme. Ziemlich großartig. Es ist sein erster Auftritt im Film…
Von Angelika Nguyen
Ausstellung vom 28. 09. bis zum 26. 10. 2018 im Haus der Demokratie und Menschenrechte Berlin, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin.
Vernissage: 28. 09. 2018, 19:00 Uhr
„Gundermann“, Spielfilm, Dt.2018, Regie: Andreas Dresen
Von Angelika Nguyen
Die erste Szene spielt 1992. Gundermann sitzt im Wohnzimmer und singt das anrührende Lied von Vater und Mutter und Zuckerbrot, dazu Gitarre. Es ist ein Vorsingen, Gundermann sucht eine neue Band, fünf Leute hören ihm zu, wie er über seine Kindheit singt, seine Ost-Kindheit.
„Willkommen in Sodom – dein Smartphone ist schon hier“, Dokumentarfilm, Dt. 2018, Regie: Florian Weigensamer, Christian Krönes von Angelika Nguyen Westafrika. Eine Müllkippe in der Hauptstadt von Ghana, Accra. Da gibt es Imbiss-Stände, TV-Stationen, mobile Friseure, selbst gezimmerte Waschboxen, Fitnessbuden. Ein Ort, den die Bewohner nach dem unheilvollen biblischen Ort „Sodom“ benannt haben. Der Müll kommt aus Europa, von dir, von mir: ein illegales Elektronik-Endlager. Ein heißer, ein dreckiger, ein lauter Platz. Und sehr lebendig, denn hier gibt es Jobs. Menschen zerlegen mit in Praxis gewachsener Geschicklichkeit die kaputten Geräte, um Rohstoffe zu gewinnen: Monitore, die PC’s, TV-Geräte, DVD-Player, Boxen, Kühlschränke. Ein Recyclinghof, wie wir ihn nicht kennen. Der Film kommt außer im Prolog ohne Kommentar aus. Er beobachtet die Menschen bei ihrer Arbeit und in ihrer Freizeit auf dem Platz und lässt sich Zeit. In 90 Minuten Laufzeit vermittelt er die Atmosphäre des Platzes. In Off-Montage spielt er in gesprochenen Texten ein, was die Männer, Frauen und Mädchen vom Platz über sich selbst erzählen. Dabei zeigt er sie im Bild bei ihren jeweiligen Tätigkeiten. …