Autor: Redaktion

Die Akte IM Dödel kann geschlossen werden

Weil er beim Schausaufen immer Paddy-Whiskey hinunterstürzte, »an der Leber vorbei direkt ins Nervensystem«, wurde er 1996 zum ›Ambassador of Irish Whiskey‹ ernannt. Die gängigen Lebenswasser aus den Regalen deutscher Supermärkte, wie eben Paddy, Jameson oder Tullamore Dew, kannte er, aber bei Green Spot oder Old Comber musste unser Whiskeybotschafter passen. Hauptsache irischer Whiskey. Auch seinen Namen konnte er ins Irische übersetzen.

Richtigstellung

Der „Arbeitskreis (AK) Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West“ hat am 7. Juni 2015 eine Stellungnahme verfaßt und veröffentlicht. Dieser Stellungnahme vorausgegangen waren vor drei Wochen bereits zwei teilöffentliche Briefe

Polke am Heinrich-Böll-Platz

Von Jürgen Schneider Das Museum Ludwig am Heinrich-Böll-Platz zu Köln zeigt noch bis zum 5.Juli eine großangelegte Retrospektive mit 250 Werken des 2010 gestorbenen Künstlers und Wahl-Kölners Sigmar Polke, die von New York über London an den Rhein gelangte. Der Wahl-Ire Böll hat uns stets verschwiegen, dass es in Ballycastle in der irischen Grafschaft Mayo eine exzellente Kombination aus einem Lebensmittel- & Zeitungsladen und einem Pub mit dem Namen »Polke« gibt. Viel lieber war dem rheinischen Katholen die irische katholische Kirche, die schon zu seinen Zeiten die ihm anvertrauten jungen Gläubigen in Schulen und Heimen traktierte, ausbeutete, quälte. Ein Alibi fand sich immer. Unter dem Titel »Alibis« werden im Ludwig Museum erstmals alle von Sigmar Polke genutzten künstlerischen Medien berücksichtigt. Bekanntlich war vor Polke kein Material sicher, selbst die in Irland wegen der verheerende Folgen zeitigenden Kartoffelfäule Mitte des 19. Jahrhunderts gefürchtete Feldfrucht nicht. Die Kartoffel ziert sein »Kartoffelhaus«. In Polkes Kölner Atelier ging es zuweilen zu wie in einem Chemielabor. Er experimentierte mit Silbernitrat, Lacken, Kunstharz, Schellack, unterschiedlichen Pigmentträgern, Eisenglimmer. Thomas Kapielski, Berliner, Schreiber, …

Von der elektronischen Aufklärung zum elektronischen Krieg

In den letzten Jahren hat es mehrfach sprunghafte qualitative Entwicklungen bei den technischen Möglichkeiten der Aufklärung, Erfassung und Verarbeitung von elektronischen Informationen gegeben. Mit den aktuellen Veröffentlichungen über die sogenannte Ausspähaffäre werden nur einige oberflächliche Erscheinungen einer neuen Qualität des Informationskrieges (Cyber Warfare) publik gemacht. Der Begriff „Cyber Warfare“ steht für „Kriegführung im virtuellen Raum“ (Cyber Space). Damit wurde für die Kriegführung eine fünfte strategische Dimension (nach Land, Luft, See, Weltraum) eröffnet. Von Klaus Eichner (Aus telegraph #129/130) Redaktionelle Vorbemerkung Im Kontext der seit Monaten das Feuilleton füllenden „NSA-Affäre“ fragte der ´telegraph´ den ehemaligen Leiter des Bereichs Auswertung/Analyse der Abteilung IX (Gegenspionage) in der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR, Klaus Eichner, nach seinem Bild von der neuen Dimension der Anwendung des Ertrags elektronischer Spionage und entsprechender aktiver Maßnahmen von zeitgenössischen Geheimdiensten. Diese Anfrage ergab sich unter anderem aus der Tatsache, dass die HVA bereits in den 80er Jahren über den Aufklärungsziel-Katalog der NSA verfügte, welcher auch das Aufklärungsziel BRD enthielt. Jener NSA-Aktenbestand des MfS einschließlich der dokumentierten US-Spionageinteressen gegen die …