Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kunst

Wiener Notizen #8

Während Kramp-Karrenbauer, die Chefin des deutschen, euphemistisch als Verteidigungsministerium bezeichneten Kriegsministeriums, in der vergangenen Woche forderte, deutsche Truppen müssten verstärkt im nordafrikanischen Wüstensand rommeln und auch anderswo militärisch aktiv werden, rückte das österreichische Bundesheer am Morgen des 11. November aus, um auf dem Jüdischen Friedhof im Wiener Stadtviertel Währing Wege begehbar zu machen, Grabsteine aufzurichten und kranke Bäume zu fällen.

Wiener Notizen #6

Stellen Sie sich vor, es ergeht Ihnen wie Mr. M. J. Pack aus New York City: Sie linsen durch ihren Spion und sehen einen Pizzaboten vor der Tür stehen, sie haben aber gar keine Pizza bestellt und schon gar nicht bei einem, der eine Schweinsmaske trägt. Wir aber sind ja gar nicht in New York, sondern in Wien.
Von Jürgen Schneider

»Vorstoßen ins Unbekannte«

Zum Tod des Dichters Steve Dalachinsky

Von Jürgen Schneider

Am Montag starb in New York City der 1946 In Brooklyn geborene Dichter Steve Dalachinsky. Er war am Samstagabend unmittelbar nach einer Lesung mit Hirnblutungen in ein Krankenhaus verbracht worden. Auf Facebook kursierten bereits Nachrufe, als er noch am Leben war. In seinem Gedicht ›Pray for me‹ heißt es: »Bete für die billige Sentimentalität, die mein Abgang hervorrufen wird.«

Richard Hamilton, Interior, 1964/65 © R. Hamilton. All Rights Reserved/VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Meisterwerke massenhaft

Die äußerst sehenswerte Ausstellung BRITISH POP ART – Meisterwerke massenhaft aus der Sammlung Heinz Beck wird noch bis zum 12. Mai 2019 in der Ludwiggalerie, Schloss Oberhausen, gezeigt.

Helios Gómez – Künstler und Kämpfer.

Vortrag von Ursula Tjaden, im Rahmen der Ausstellung „Tragödie der Freiheit“ – Revolution und Krieg in Spanien 1936 – 39. Fragmente. 9.11.2016 19 Uhr, Robert-Havemann-Saal Haus der Demokratie und Menschenrechte Greifswalder Straße 4 10405 Berlin Helios Gómez (Sevilla 1905 – Barcelona 1956) war Lehrling in einer Keramikfabrik, aber er wollte Künstler werden. Sein technisches Mittel war von Anfang an die schwarze Tusche auf weißem Papier. Sehr früh befasste er sich mit den unterschiedlichsten Strömungen der künstlerischen Avantgarde. Er lebte in mehreren Ländern und ließ sich von deren Kunstszene inspirieren. Bereits in den 1920er Jahren machte er Ausstellungen, die von der Kritik sehr beachtet wurden. Und doch entwickelte er sich auf dem Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens – in Berlin – zu einem politischen Künstler, dessen zentrales Medium nicht mehr das Original, sondern die Reproduktion in den Massenmedien werden sollte, da er mit seiner Botschaft das Volk erreichen wollte. Die wesentliche Leistung von Helios Gómez bestand darin, die stilistischen Mittel der Moderne mit der politischen Aussage verbunden zu haben. Eintritt frei http://tragoediederfreiheit.de Kontakt: info@hausderdemokratie.berlin